Heilfasten Erfahrungen: Bloß nicht einfach drauf los

Meine Heilfasten Erfahrungen: Das erste Mal, als ich ein Heilfasten begonnen habe, hatte ich eigentlich vor, damit auf Gedeih und Verderb schnell viel abzunehmen. Die Methode war ja, einfach so gut wie nichts mehr zu sich zu nehmen.

Heilfasten Erfahrungen

Da mussten die Pfunde ja purzeln, dachte ich mir. Bei 120 kg Lebendgewicht hat man auch nichts mehr zu verlieren, außer Pfunde satt. Und ich neige dazu, die Extreme zu wählen und deshalb dachte ich mir eben auch, spring mal direkt ganz ins eiskalte Wasser der Diäten.

Der obligatorische Gang zum Bio-Supermarkt

Ich kaufte mir im Bio-Supermarkt alle Gemüse- und alle Fruchtsäfte, von jeder Sorte eine Flasche. Würde schon etwas dabei sein, was mir schmeckt. Im Teeladen fragte ich die Dame an der Kasse noch, welche Teesorten denn auch ohne Zucker zu ertragen sind und packte auch diese Beute in meine Einkaufstaschen. Jetzt, so sagte ich mir, wird geheilfastet – und zwar zack zack!!! Sie ahnen es schon, nicht wahr? Genau! So einfach ist das mit dem richtigen Heilfasten auch nicht.

Vergiss die Einführung

Ein Gang in den Bio-Supermarkt ersetzt eben noch kein gutes Buch mit wertvollen Informationen. Ich hätte besser hinhören sollen, als mir meine Bekannte vom Heilfasten und ihren Erfahrungen erzählt hatte. Dann hätte ich auch mitbekommen, dass man vorher 2 Tage braucht, um sich und seinen Körper langsam darauf vorzubereiten. Dann hätte ich auch erfahren, dass zum Heilfasten auch Einläufe gehören. Vielleicht hätte ich sogar verstanden, warum Heilfasten nichts zum Abnehmen, sondern zum Reinigen des Körpers ist.

Der neue beste Freund der Nachbarschaft

Ich begann einfach sofort ganz blauäugig mit meiner Art des Heilfastens und verschenkte erst mal alle Süßkramvorräte, angebrochene Nudelpackungen, palettenweise Cola und Bier und was ich sonst noch so im Haushalt fand und was meiner Meinung nach nicht zum Heilfasten passte, an die gesamte Nachbarschaft. Mit dieser Episode habe ich mich übrigens bei einigen sehr beliebt gemacht. Mit leerer Vorratskammer und einem Kühlschrank voll mit so exotischen Säften wie Kiwi-Banane, Stachelbeer-Hollunder und Ananas-Zitrone begann ich am nächsten Tag prompt und mit Pauken und Trompeten mein Heilfasten.

Schwindel, Ohnmacht und ein Riesenappetit

Machen wir es kurz – nach eineinhalb Tagen musste ich das Handtuch werfen. Ich hatte Hunger, welcher jeder Beschreibung spottet, ich hatte kurze Momente der totalen geistigen Umnachtung und konnte nicht einmal mehr einen Zeitungsartikel zu Ende lesen und als ich dann die Treppen zu meiner Wohnung hoch laufen wollte, musste ich mich auf halber Strecke hinsetzen. Und auf Dreiviertel des Weges nochmal.

Heilfasten Yeah! Meine Heilfasten Erfahrungen

Dann habe ich mir doch einmal ein Buch zur Hand genommen und mir fiel es wie Schuppen von den Augen – ich hatte alles falsch gemacht. Nicht das Heilfasten war doof, sondern ich! Falscher als ich, konnte man es gar nicht angehen. Trotzdem wurde ich ein großer Fan des Heilfastens und mache das seitdem 2 Mal im Jahr für 7 Tage und was mir das allein an besserer Lebensqualität geschenkt hat ist einfach phänomenal.