Die Atkins Diät – Prinzip und Erfolgsaussichten

Der ehemals selber unter Fettleibigkeit leidende amerikanische Arzt Dr. Robert Atkins hat sie zuerst einmal an sich selber ausprobiert und für erfolgreich und folgerichtig empfunden: die deshalb nach ihm benannte Atkins Diät. Diese hat er dann in Form eines für ein Atkins DiätMassenpublikum tauglichen Buches 1972 verständlich und überaus populär gemacht. Seine Art der relativ schnellen und unkomplizierten Gewichtsreduktion traf und trifft den Nerv der Zeit und die Gesellschaftsbedingungen, in der der moderne Mensch lebt und isst. Man isst immer mehr, immer fettiger und zuckerhaltiger, man isst im Stehen und unterwegs, man isst einfach gerne und oft viel zu viel, wo man sich viel zu wenig bewegt. Die Gesellschaft wird immer dicker und das nicht in einem gesunden Rahmen und das auch erst nicht seit gestern. Der Wohlstand für alle hat die Zivilisationskrankheit Fettleibigkeit geschürt und viele haben unter den Nebenwirkungen zu leiden. Da kam ihnen die Atkins Diät gerade recht, denn im Gegensatz zu anderen, wesentlich strengeren Diäten, verspricht die Atkins Diät auf den ersten Blick fast nur Vorteile: kaum Einschränkungen, Freude am Genuss und keine lästigen Tabellen, die zu führen sind. Auf den zweiten, aufmerksameren Blick merkt man aber, dass schon ein wenig mehr dazu gehört, als beim ersten Blick ins Auge fällt.

Das Prinzip der Atkins Diät

Liest oder hört man zum ersten Mal von der Akins Diät, bleibt einem vor allem eins im Gedächtnis haften: man kann offenbar so viel essen, wie man will und vor allem auf die ´leckeren´ Sachen, die in anderen Diäten ein absolutes Tabu darstellen, braucht man bei der Atkins Diät nicht zu verzichten. Fleisch, Fisch, Käse und sogar Eier können in rauen Mengen zu sich genommen werden, ja, sind im Speiseplan sogar ausdrücklich vorgesehen. Als Vegetarier hat man es mit der Atkins Diät nicht ganz so leicht, da bleiben einem nur Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Erbsen mit Milchprodukten. Denn die Atkins Diät verlangt nach viel Fett – tierisches wie pflanzliches – und vor allem Proteinen. Das einzige, was man bei der Atkins Diät meiden muss wie der Teufel das Weihwasser, sind Kohlenhydrate. Diese finden sich leider auch in den ´leckeren´ Ingredienzien eines exquisiten Speiseplans. Kartoffeln, Nudeln und Brot sind nur einige davon. Auf diese Kohlenhydrate muss man verzichten, da der Körper diese braucht, um die Proteine und Fette in der Nahrung überhaupt im Körper speichern zu können. Also ist das Prinzip der Atkins Diät denkbar einfach: lässt man die Kohlenhydrate einfach weg, kann der Körper so viel Proteine und fette in sich aufnehmen, wie man ihm gibt – er kann sie nicht speichern, das heißt, er kann sie nicht an den unschönen Stellen am Körper in Form von Fettpölsterchen ansetzen, sondern er scheidet sie einfach wieder aus.

Nutzen und Nebenwirkungen der Atkins Diät

Nach diesem Prinzip purzeln dann auch anfangs ziemlich schnell die Pfunde, denn da die Kalorien ja nur in Form von Fetten und Proteinen aufgenommen werden, die aber nicht gespeichert werden können, muss der Körper an die Energie respektive Kalorie-Reserven, die er in Form von Fettpolstern über die Jahre angelegt hat. Für eine schnelle Gewichtsreduktion ist die Atkins Diät deshalb durchaus geeignet. Allerdings fehlen in dieser doch recht unausgewogenen Ernährung so wichtige Bestandteile wie Vitamine und Ballaststoffe, da zwar einige Gemüsesorten wie Spargel erlaubt sind, Obst aber ebenfalls Kohlenhydrate in Form von Zucker enthält und deshalb bei der Atkins Diät nicht erlaubt ist. Diese Stoffe müssen also in Form von Zusatzpräparaten zu sich genommen werden. Mittel- und langfristig ist das also keine Lösung und wenn man dank der Atkins Diät zwar ein paar ordentliche Pfunde abgespeckt hat und dann zurück zur ´normalen´ Ernährung geht, taucht in den meisten Fällen auch der sogenannte Jo-Jo-Effekt auf und man hat die Pfunde wieder ganz schnell dort, wo sie vorher auch waren, nämlich auf den Hüften. Die Atkins Diät ist also eine Hilfe am Anfang, aber dann sollte man sich doch eine ausgewogene und gesunde Ernährung angewöhnen und vor allem genug Bewegung und Sport in sein neues, dünneres Leben integrieren. Denn nur das ist langfristig eine erfolgsversprechende Lösung des Problems.